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Textil-ABC

    A

    Accessoires

    Dekoratives Zubehör zur Kleidung, das der stilvollen Abrundung des Gesamt-Outfits dient. Dazu zählen Krawatten, Tücher, Schals, Gürtel, Hüte, Schuhe, Taschen, Uhren, Brillen, Schmuck – sie sollten in optimaler Weise farblich sowie typgerecht aufeinander abgestimmt sein.

    Accessoires

    Dekoratives Zubehör zur Kleidung, das der stilvollen Abrundung des Gesamt-Outfits dient. Dazu zählen Krawatten, Tücher, Schals, Gürtel, Hüte, Schuhe, Taschen, Uhren, Brillen, Schmuck – sie sollten in optimaler Weise farblich sowie typgerecht aufeinander abgestimmt sein.

    Acryl

    Chemiefaser, die im Textilbereich sowohl als Alleinfaser als auch als Beimischung zu Wolle, Baumwolle oder anderen Garnen verarbeitet wird. Die Acrylfaser zeichnet sich durch einen weichen Griff, hohe Lichtund Farbbeständigkeit und erstklassige Pflegeleichtigkeit aus. Besonders im Strickwarensegment wird die chemische Faser häufig verarbeitet.

    Alcantara

    Mikrofaser, die in ihrer Oberflächenstruktur Veloursleder ähnelt. Es wurde Ende des 20. Jahrhunderts entwickelt, um die knappen Lederressourcen durch ein Alternativtextil zu ersetzen. Die Faser zeichnet sich durch erstklassige Weichheit, Färbbarkeit, Allergieneutralität, Atmungsaktivität, Strapazierfähigkeit sowie Pflegeleichtigkeit aus.

    Alpaka-Wolle

    Tierische Naturfaser, das vom südamerikanischen Alpaka-Lama stammt. Einzigartige Feinheit, Weichheit und Glanz machen dieses Tierhaar besonders. Aufgrund hoher Strapazierfähigkeit wird Alpaka im Sakkound Mantelbereich verwendet.

    Angora

    Tierfaser, die aus den weichen Haaren des Angorakaninchens gewonnen werden. Diese Kaninchenrasse zeichnet sich durch sehr lange Haare aus, die eine besondere Geschmeidigkeit und Leichtigkeit aufweisen. Aufgrund der wärmeisolierenden Faserbeschaffenheit wird die Angorafaser im Bettund Unterwäschensegment verarbeitet.

    Anilin-Leder

    Durchgefärbtes Leder, das als äußerst fein und teuer gilt. Es handelt sich dabei um offenporiges Glattleder, das keine Pigmentschicht aufweist. Da die Porenstruktur auf der Oberfläche erkennbar bleibt, werden ausschließlich makellose Häute verwendet. Im Textilbereich findet das Anilinleder bei Taschen, Schuhen oder sonstiger Lederbekleidung Verwendung.

    Animal-Print

    Modestil, der durch Stoffdrucke mit Tierfell oder Hautmuster exotischen Tieren wie Leopard, Zebra, Tiger oder Schlange ähneln soll. Während Könige diesen Animal-Look in prunkvollen Gewändern als Statussymbol trugen, wurde dieser Trend in der weiblichen Modewelt Ende des 20. Jahrhunderts in den USA berühmt.

    Applikation

    Dekoratives Element auf Kleidungsstücken zur optischen Aufwertung. Häufig verwendete Materialien sind Leder, Stoff und Nieten.

    Asymmetrisch

    Ungleichmäßige Schnittführung, die überwiegend in der weiblichen Modewelt Anwendung findet. Hierbei handelt es sich bspw. um Kleider, Oberteile, Röcke, die assymmetrische Gesamtlängen oder Halsausschnitte aufweisen.

    Atmungsaktivität

    Bei atmungsaktiver Funktionsbekleidung spricht man von der Fähigkeit der Transpiration bzw. des Luftaustausches. Es geht dabei um die Durchlässigkeit der Körperwärme in Form von Wasserdampf.

    Ausbrenner

    Gewebe, das eine Musterung mit transparenten Flächen aufweist. Grund im sog. Ausbrennverfahren werden durch das Auftragen von einer Ätzpaste Teile des Gewebes destruiert.

    Authentisch

    Authentizität steht für Echtheit durch das Aufgreifen originaler und traditioneller Stil-Merkmale.

    Avantgarde (französisch für „Vorreiter“)

    Avantgarde-Designer gelten als Vorreiter langfristiger Modeentwicklungen und prägen neue kreative und innovative Modestile.

    B

    Baggy Pants

    Die sackartige Hose ist besonders weit geschnitten, hat große aufgesetzte Taschen und wird tief unter der Hüfte getragen. Um 1990 kam die Baggy Pants in der Hip-Hop-Welt in Mode, wobei ihr Ursprung auf amerikanische Gefängnisbekleidung zurückzuführen ist.

    Basics

    Zeitlose Klassiker, die man als Basisgarderobe jedes Jahr auf´s Neue zu angesagten Trendneuheiten kombinieren kann. Meist weisen sie einen geringen modischen Grad auf, sind schlicht und einfarbig gehalten. Dazu zählen im Businessbereich weiße Hemden, Sakkos in den Grundfarben Schwarz, Blau, Anthrazit und klassische Hosen. Zum Freitzeit-Look gehören einfache T-Shirts, Strickjacken und schlichte Jeans.

    Batik

    Verspieltes Druckmuster in strahlenden Farben, das durch ein aus Indonesien stammendes Färbeverfahren entsteht. In Handarbeit werden Verzierungen auf das Gewebe aufgezeichnet. Indonesische Batik zeichnet sich durch eine einzigartige Musterund Farbvielfalt aus, die durch Tradition und Religion geprägt ist.

    Baumwolle

    Baumwoll-Faser werden aus dem Samen der Baumwoll-Pflanze gewonnen, die in subtropischen Gebieten wächst. Die wichtigsten Anbauländer sind China, Russland, Indien, USA und Ägypten. Je nach Hochwertigkeit weist eine Baumwollfaser eine Länge von 20-42mm auf, je länger die einzelne Faser desto feiner. Neben hoher Feuchtigkeitsaufnahme zeichnet sich die Naturfaser aufgrund zellulärer Basis durch eine hervorragende Hautverträglichkeit aus.

    Beachwear (englisch für Strandbekleidung/-mode)

    Überbegriff für alle Bekleidungstextilien für Strand und Meer. Dazu zählen Badeshorts, Badeanzug, Bikini, Hüfttuch.

    Bermuda-Shorts

    Kurze Sommerhosen für beide Geschlechter, die meist über dem Knie enden. Sie sind fester Bestandteil in der Freizeitbekleidung und in einer einzigartigen Farbvielfalt erhältlich.

    Biker-Jacke

    Die Biker-Jacke im Motorradfahrer-Stil zeichnet sich durch die typisch kurze, eng anliegende Schnittführung aus. Durch das feste Leder, das auffällig große Revers, markante Reißverschlüsse und Military-Schulterriegel verleiht dieser Biker-Stil jedem Look eine absolute Coolness.

    Blazer

    Elegante, hüftlange Jacke mit Kragen, Revers und Knopfleiste, die sich ideal zu einem schicken Business-Outfit kombinieren lässt.

    Blouson

    Leichte, kurz geschnittene Freizeitjacke im sportiven Stil mit Strickbündchen an Saum und Ärmelabschluss.

    Bouclé (französisch für „Noppe“)

    Bezeichnung für einen Zwirn, der durch Knötchen und Schlingen eine unregelmäßige Struktur erhält und als Gewebe eine genoppte Oberfläche aufweist.

    Business-Look

    Gepflegte Garderobe, die in einem seriösen Berufsumfeld oder ab bestimmter Management-Stufe verlangt werden klassischer Anzug mit Hemd und Krawatte in dezenten, angebrachten Farben.

    C

    Camouflage-Muster

    Bezeichnung für das militärische Fleckendessin in Erdfarben, das den Soldaten ursprünglich als Tarnung dient.

    Canvas

    Steifes Baumwollgebe, das aufgrund seiner Festigkeit sehr belastbar und strapazierfähig ist. Neben wasserund windabweisenden Eigenschaft gilt Canvas als atmungsaktiv. In der Modebranche wird der grobe Stoff bei Taschen, Stoffschuhen und Accessoires verarbeitet.

    Cardigan (englisch für „Strickjacke“)

    Leichte, kragenlose Strickjacke mit großzügigem V-Ausschnitt, meist mit 3-4 Knöpfen und hervorragend kombinierbar zu einem Hemd.

    Cargo-Tasche

    Große, aufgesetzte Doppeltasche, die neben praktischer Funktion ein modisches Design bietet, das häufig bei Freizeithosen Verwendung findet.

    Cashmere

    Teures Edelhaar, das vom weichen Unterhaar der Kaschmirziege gewonnen wird. Jedes Tier verliert einmal jährlich ca. 100g des feinen Haars, daher ist Cashmere eine der teuersten und wertvollsten Naturfaser.

    Casual (englisch für “locker”)

    Informelle, lässige Freizeitkleidung wie Jeans, T-Shirts, sportliche Jacken. Der Casual-Look bezeichnet die Gesamterscheinung/ -kombination im legeren Freizeitstil.

    Chiffon

    Zartes, durchsichtiges Gewebe aus Seide oder Chemiefaser, das eine sehr feine Optik aufweist und dadurch bestens für edle Abendkleider oder Tanz-Kostüme geeignet ist.

    Chinchilla

    Sehr feines und kostbares Fell des südamerikanischen Nagetiers Chinchilla, das in den Anden lebt und für Luxuspelze verarbeitet wird.

    Chintz

    Gewebe, das durch das Polieren der Oberfläche mit Plüschwalzen einen starken Glanz erhält. City-Look Schicke Tagesgarderobe für die Stadt, eine modische Kombination aus Businessund Casual-Outfit.

    Cloqué (französisch für „Blase“)

    Stoff mit reliefartiger Blasenstruktur, das durch ein verschieden stark ausgeprägtes Garn entsteht.

    Cord

    Geripptes Gewebe mit samtartiger Struktur, das vor allem bei herbstlichen Freizeithosen gerne verwendet wird.

    Cotton

    Englisches Wort für Baumwolle (siehe oben).

    Country-Look

    Sportliches Outfit vereint mit Stilelementen des britischen Landadels. Eine Kombination aus edlem Tweedsakko, modischem Hemd im Karodessin, feinem Pullunder im Rautenmuster sowie Lederstiefel.

    D E

    Dandy-Look

    Als Dandy bezeichnete man im 19.Jahrhundert einen elegant und originell gekleideten Mann mit den Manieren eines wahren Gentleman. Der extravagante Stil, meist in Schwarz-Weiß, zeichnete sich durch ausgefallen gemusterte Westen, Rüschenhemden und auffällige Schleifen aus.

    Denim (englisch für „Jeansstoff“)

    Sehr robuster, strapazierfähiger Jeansstoff aus Baumwolle, der meist im typischen Indigo-Blau eingefärbt wird. Denim war in den USA die Bezeichnung für die ersten, von Levi´s hervorgebrachten Arbeitshosen lange bevor sich der Begriff „Jeans“ etablierte.

    Destroyed Jeans (englisch für „zerstörte Jeans“)

    Bezeichnung für einen stellenweise zerrissenen Denim-Stoff, der der Jeans einen absolut lässigen Used-Look verleiht.

    Dirty Denim (englisch für „schmutziger Denim“)

    Ausgefallene Jeans mit leicht schmutziger Optik, die durch Usedund Knittereffekten sowie modischer Waschung einen urbanen Stil kreiert.

    Driving-Shoe (englisch für „Fahrerschuh“)

    Mokassin mit verstärkter Fersenkappe und Noppen statt aufgenähter Sohle. Wurde erstmals durch die Firma Tod´s einem Rennfahrerschuh nachempfunden.

    Elasthan

    Oberbegriff für elastische Fäden, die einem Gewebe beigemischt werden und somit einen elastischen Stretchstoff erzeugen.

    Emblem

    Auffällige Symbole, um eine Modemarke zu demonstrieren oder einen modischen Akzent zu setzen.

    Ethno-Look

    Outfit-Kombinationen inspiriert von bunten Farben, Muster, Formen eingeborener Kulturen aus Afrika, Indien und Südamerika.

    F

    Fischgrät

    Stoffmuster mit Linien, das Fischgräten gleicht. Findet in der Modebranche Verwendung bei Anzügen, Sakkos, Mänteln und Schals.

    Fit (englisch für „Passform“)

    In der Modeindustrie gibt es verschiedene Schnitte, die sich an unterschiedliche Passformen, Stil des Kleidungsstücks und modische Entwicklungen anlehnen. Jeder Hersteller bedient sich unterschiedlicher Bezeichnungen, am bekanntesten gelten die Kennzeichnungen „Slim Fit“ und „Regular Fit“.

    Five Pocket (englisch für „Fünf Taschen“)

    Jeans-Form mit insgesamt fünf Taschen zwei Gesäßtaschen und zwei Eingrifftaschen mit einer kleinen Geldtasche.

    Fleece (englisch für „Flausch“)

    Stoff, meist Polyester, der sich durch einen sehr weichen Griff und eine angenehme Wärmeleistung auszeichnet. Fleece wird überwiegend für wärmende Funktionsbekleidung wie Jacken, Mützen und Handschuhe verwendet.

    Flieger-Jacke

    Winddichte Kurzjacke im Military-Look, die den Fliegeruniformen nachempfunden wurde. Sie ähneln einem Blouson und sind meist aus Leder oder Nylon.

    Florale Muster (lateinisch für „Pflanzenwelt“)

    Verspielte Dessins in Blütenund Blätterformen, inspiriert aus der bunten Pflanzenwelt.

    Folklore-Stil

    Typische Stilelemente aus Trachten sämtlicher Herkunftsländer, die von Designern modisch interpretiert werden.

    Foto-Print

    Abdruck von fotografischen Abbildungen wie Porträts, Szenen oder Landschaften auf Stoff.

    G H

    Gabardine

    Glattes Kammgarngewebe mit schräg verlaufendem, diagonalem Muster (Köperbindung) und sehr steilem Köpergrad. Festigkeit und Widerstandsfähigkeit wird durch die Dichte des Stoffes erzielt. Die Firma Burberry gilt als Erfinder, der 1880 die ersten Mäntel aus Gabardine fertigte.

    Garn

    Bezeichnung für gedrehte Wollfaser, die ein Garn bilden. Dieses wird gewebt, für Stickereien oder zum Nähen verwendet.

    Gewebe

    Bezeichnung für textile Erzeugnisse aus der Weberei, das aus Fäden in Längsrichtung (Kettfäden) und in Querrichtung (Schussfäden) besteht. Diese Fäden sind durch eine Fadenverkreuzung verbunden, wobei es verschiedene Bindungen gibt, die das Gewebebild prägen.

    Glencheck

    Komplexes Karodessin auf gemustertem Grundstoff, meist in Kombination mit Hahnentritt oder Pepita.

    Gore Tex

    Durch eine dünne Membran sind Gore-Tex-Produkte selbst unter extremen Wetterbedingungen dauerhaft wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv.

    Grafics

    Kurzbezeichnung für grafische, gedruckte Muster.

    Hahnentritt

    Zweifarbiges Karomuster mit verlängerten Ecken, die sich optisch an die Form von Hühnerkrallen anlehnt.

    Haifisch-Kragen

    Modischer Hemdkragen mit steilem Neigungswinkel, in dem sich ein breiter Krawattenknoten hervorragend binden lässt.

    Hanf

    Naturtextil, das durch umweltfreundlichen Anbau frei von Schadstoffen ist und mit hohem ökologischem Anspruch eine nachhaltige Naturfaser darstellt, die in erster Linie sehr hautverträglich ist und somit das Allergiepotenzial senkt.

    Harris Tweed

    Art des Tweeds, das unter dem Namen „Harris Tweed“ ausschließlich auf den Äußeren Hebriden in Schottland gefertigt werden darf. Die Einwohner der Insel Harris weben den rauen Schurwollstoff auf traditionellen Webstühlen. Jedes Kleidungsstück wird mit einem Echtheitsetikett gekennzeichnet, das den bekannten Harris-Tweed Reichsapfel darstellt.

    Haute Couture (französisch für „hohe Schneiderkunst“)

    In aufwändiger Handund Präzisionsarbeit wird eine einzigartige Kollektion aus Kunstobjekten hauptsächlich für den Laufsteg gefertigt, das künftige Trends in ihrer Reinform zeigt und den Stil des Designers verkörpert. Luxuslabels wie Chanel, Dior, Valentino und Lacroix zeigen heutzutage noch Haute Couture.

    Hippie-Look

    Moderichtung der späten 60er Jahre, in denen Motive aus Flower Power, florale Dessins breite Schlaghosen und Indianerelemente wie Kopfschmuck und Lederbändchen kennzeichnend sind. Das Lebensmotto „Liebe und Frieden“ wurde durch das „Peace-Zeichen“ plakativ demonstriert.

    I J K

    I-Linie

    Schmales, ärmelloses Kleid mit gerader Schnittführung, das in den 50ern als Erstes von Balenciaga entworfen wurde.

    Indoor-Mode (englisch für „Innenraum“)

    Hausbekleidung mit niedrigem modischem Grad, die in erster Linie bequem sein soll.

    Jeans

    Freizeithosen, die aus robustem Denim-Stoff in Köperbindung gefertigt werden. Dieser ist aus reiner Baumwolle und im typischen Indigo-Blau eingefärbt.

    Kammgarn

    Edles Garngewebe, das durch parallele Struktur der Einzelfasern besonders glatt ist.

    Kent-Kragen

    Klassischer Hemdkragen mit mäßigem Neigungswinkel, die am meisten verbreitete Form unter den Hemdkrägen.

    Kellerfalte

    Mittige Falte in der Rückenpartie bei Hemden, Sakkos und Lodenmänteln, die eine hohe Bewegungsfreiheit garantiert.

    Kimono-Ärmel

    Weite Ärmelform, die optisch an das japanische Traditionsgewand erinnert. Vorderteil und Vorderärmel bzw. Rückenteil und Hinterärmel sind in einem Stück gefertigt.

    Kissing Buttons (englisch für „küssende Knöpfe“)

    Knopfreihe am Anzugärmel, die nicht nebeneinander angebracht werden, sondern ein wenig übereinander liegen und sich leicht berühren.

    Klassik-Dessins

    Klassische Dessins aus der Herrenmode wie Nadelstreifen oder Glencheck.

    Konfektion

    Als im 19. Jahrhundert mechanische Webstühle, Nähmaschinen und Zuschneidemaschinen erfunden wurden, entwickelten sich zunehmen größere Konfektionsbetriebe, die die Maßschneidereien vertrieben. Heutzutage werden hohe Stückzahlen in genormten Größen gefertigt.

    Kollektion

    Produktion für die Saison (Sommeroder Winterkollektion) oder für eine bestimmte Sparte (Taschenkollektion)

    Köperbindung

    Grundbindungsart für gewebte Stoffe mit diagonal verlaufendem Grat. Stoffe wie Garbadine oder Twill sind in Köperbindung gewebt und werden Köper genannt.

    L

    Lambswool (englisch für „Lammwolle“)

    Die feine und äußerst weiche Wolle stammt von Lämmern mit einem Lebensalter unter 6 Monaten, die noch nie geschoren wurden.

    Latex

    Als Latexsaft wird der Milchsaft vom Kautschukbaum bezeichnet, aus dem Naturkautschuk und Gummi hergestellt wird. Latexkleidung entsteht, indem eine Keramikform in flüssiges Latex gelegt wird, Dehnbarkeit und Dicke variieren.

    Leinen

    Textiler Rohstoff, der aus der Flachpflanze gewonnen wird. Erkennbare Merkmale sind stellenweiße Verdickungen und genoppte Optik, die durch den Pflanzenleim entstehen. Dadurch ist der Leinenstoff etwas steifer im Griff.

    Lifestyle (englisch für „Lebenstil oder Lebensführung“)

    Im Modehandel stellen Lifestyleprodukte Dinge dar, die individuelle Präferenzen schaffen, jedoch nicht von Notwendigkeit sind. Lifestyle-Marken wie Armani kreieren neben Modekollektionen Pralinés, Porzellan, Dekorationsartikel bis zu Möbeln, wobei es dem Stilausdruck dienen soll, die das Modelabel repräsentieren möchte.

    Loafer

    Schlupfhalbschuh mit Absatz, in Deutschland auch oft als „Slipper“ bezeichnet. Das bekannteste Modell ist der Pennyloafer (Collegeschuh), dessen Oberleder aus Kalbsoder Cordovanleder besteht und meist in Schwarz oder Braun angeboten wird.

    Loden

    Grobes Wollgewebe, das früher Wetterbekleidung der bäuerlichen Bevölkerung Europas diente. Es handelt sich um gewalkte und aufgeraute Wolle, die unter Einwirkung durch Feuchtigkeit, Wärme und Walkmittel bewusst verfilzt wird und somit besonders strapazierfähig und wetterfest ist.

    Logo

    Erkennungszeichen eines Labels, das den Namen mittels grafischer Mittel überzeugend zum Ausdruck bringt und somit einen Wiedererkennungswert gewährleisten soll.

    Lurex

    Markenbezeichnung für glänzendes Garn in Metalloptik.

    Lycra

    Die geschützte Marke wird der Gruppe der Elasthane zugeordnet und stellt eine synthetische Kunstfaser dar, die zu geringen Prozentanteilen zu einer Hauptfaser (bspw. Polyamid) beigemischt wird und diesem Gewebe somit eine hohe Elastizität verleiht.

    M

    Maritim-Stil

    Modischer Kleidungsstil mit Elementen aus dem Segelund Marinebereich. Typisch sind Shorts, Pullis und Segelschuhe in Dunkelblau, Rot und Weiß, meist auch im Streifen-Look.

    Mercerisieren

    Veredlungsverfahren, bei dem Baumwollfaser in Natronlauge unter Spannung gesetzt werden, um diese glatt, glänzend und gleichmäßig zu machen.

    Merino-Wolle

    Feine Wolle vom Merinoschaf, die durch ihre besondere Weichheit und Leichtigkeit zur bevorzugten Wolle für Bekleidungstextilien zählt. Die Merinofaser ist dünner als das menschliche Haar.

    Mikrofasern

    Extrem dünne und feine Chemiefaser, die besonders bei Sportbekleidung verwendet werden, da sie besonders wärmend und atmungsaktiv sind und gut Feuchtigkeit aufnehmen.

    Military-Stil

    Sportlicher Kleidungsstil mit Elementen aus dem Militärbereich wie Schulterklappen und Rückenfalten, oft im bekannten Tarnmuster.

    Minimalismus

    Eleganter Modestil, bei dem die Formen auf klare, übersichtliche, oft geometrische Grundstrukturen reduziert wird.

    Mokassin

    Indianischer Schlupfschuh ohne Absatz, dessen Sohle seitlich hochgezogen und an das Oberleder befestigt ist. Dadurch gemütlich, biegsam und leise.

    Must Have (englisch für „Muss man haben“)

    Die angesagtesten Trends, Kleidungsstücke und Accessoires aus den Modemetropolen.

    N

    Nadelstreifen

    Dezenter Längsstreifen als klassisches Muster in der Herrenkonfektion wie Anzüge, Sakkos oder Mäntel.

    Nappa-Leder

    Jede Lederhaut weist eine glatte Narbenund eine raue Fleischseite auf. Bei Nappa (Glattleder) wird die glatte Narbenseite als Außenseite verwendet.

    New Look

    Eleganter Modestil der Nachkriegszeit, der durch Christian Dior seit 1947 geprägt wurde. Kennzeichnend waren bauschige Kleider, breite Röcke, Wespentaillen und große Hüte.

    Norweger-Muster

    Musterelemente aus Skandinavien mit Motiven wie Eiskristalle, Schneeflocken, Rentiere und Tannenbäumen.

    Nubuk-Leder

    Wird die Nappaseite geschliffen, handelt es sich um feines, samtartiges Nubukleder, das auch als Rauleder bezeichnet wird.

    Nylon

    Markenname der ersten Polyamid-Faser von DuPont und Gattungsbezeichnung für Polyamid 6. Aus Nylonfasern werden Strümpfe, Blusen und Oberhemden sowie Sportbekleidung gefertigt.

    O

    Op-Art-Muster

    Kurzform für Optical-Art, ein modisches Muster, dessen Elemente streng geometrisch sind und dadurch dreidimensional wirken.

    Outdoor (englisch für „im Freien“)

    Bei Outdoor-Mode handelt es sich beispielsweise um Jacken und Mäntel.

    Outfit

    Kombination aus Kleidungsstücken und Accessoires, die ein Erscheinungsbild ergeben.

    Overdressed (englisch für „übertrieben gut angezogen“)

    Zu gut für einen bestimmten Anlass gekleidet, das Gegenteil von “underdressed”.

    Oversized (englisch für „übergroß“)

    Überweite Passform zur Schaffung eines lässigen Looks.

    Oxford

    Eleganter Schuhklassiker mit Vorderkappe und geschlossener Schnürung, ideal zu Businessoutfit und gehobene Anlässe.

    P

    Paisley-Muster

    Verspieltes, farbenfrohes Dessin mit nierenförmigen Mustern, das seinen Ursprung auf indischen und orientalischen Stoffen hat.

    Paletot

    Eleganter, einoder zweireihig geknöpfter Herren-Kurzmantel mit Spitzrevers.

    Paspel

    Feiner Nahtbesatz an Bekleidung, der Form und Schnittführung des Kleidungsstücks betont. Die Kantenpaspel gilt seit dem 19.Jahrhundert als Dekorelement.

    Patchwork (englisch für „Flickwerk“)

    Ein Kleidungsstück setzt sich aus unterschiedlichen Stoffstücken verschiedenster Materialien zusammen.

    Pattentasche

    Tasche mit einer Taschenklappe, häufig verwendet bei Sakkos und Mänteln.

    Pepita (spanisch für „Kernchen“)

    Schwarz-weißes Mini-Karo, dem Hahnentritt-Muster ähnlich, das gerne bei Jacken und Mänteln verwendet wird.

    Pima Cotton

    Feine, hochwertige Baumwolle mit hoher Stapellänge, die sich durch besondere Weichheit und edlen Glanz auszeichnet. Gerne bei Hemden und Unterwäsche verwendet.

    Piqué

    Waffelartige Struktur, die bei klassischen Baumwoll-Poloshirts verwendet wird. Typisch bei Ralph Lauren und Lacoste.

    Plissée (französisch für „Falten“)

    Falten, die dauerhaft in Textilien wie Hemden, Blusen oder Röcke fixiert werden.

    Polyamid

    Pflegeleichte Chemiefaser mit hohem Scheuerwiderstand und Reißfestigkeit.

    Polyester

    Pflegeleichte, formbeständige Chemiefaser mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme und Knitterneigung.

    Popelin

    Dichtes Baumwollgewebe in Leinwandbindung.

    Pret-a-Porter (französisch für „bereit zum Tragen“)

    Zur neuen Saison präsentieren die Modedesigner ihre aktuellen Kollektionen in den großen Modemetropolen. Im Vergleich zur Haute Couture werden Pret-a-Porter-Kleidungsstücke in einer begrenzten Anzahl zum Verkauf gefertigt.

    Pucci-Dessins

    Der italienische Modedesigner Emilio Pucci kreierte in den 60er Jahren fantasievolle und bunte Dessins, bevorzugt in Rosé und Türkis.

    Punk

    Modestil, der durch seinen schockierenden Look auffallen möchte. Hierzu zählen Stachelfrisuren, Nieten, zerfetzte Kleidung und anstößige Sprüche auf Shirts. Zu den Schöpfern der Punk-Mode zählt Vivienne Westwood.

    Puristisch

    Kleidungsstücke, die extrem klassisch und schlicht in Schnittführung und Stil gehalten sind.

    R S

    Reiter-Stil

    In Anlehnung an das englische Jagd-Outfit zählen figurbetonte Sakkos, weite Stiefelhosen mit enger Wade und Reiterkappen.

    Renaissance-Stil (französisch für „Wiedergeburt“)

    In Kunst und Mode bezieht man sich auf die Wiedergeburt der klassischen Antike. Stilelemente von griechischen und römischen Gewändern prägten das 16.Jahrhundert und werden heute in Verbindung mit Mode des späten Mittelalters erneut aufgegriffen.

    Retro-Look (englisch für „bewusst altmodisch“)

    Designer wie John Galliano und Dolce&Gabbana greifen vergangene Modestile auf und verbinden Altes mit Neuem.

    Reversibel

    Kleidungsstücke, die von beiden Seiten tragbar sind. Hierzu zählen praktische Wendejacken und Pullover.

    Rückenschlitz

    Als Mitteloder Seitenschlitz am Sakko garantiert dieser eine perfekte Passform und Bewegungsfreiheit.

    Safari-Stil

    Look, der sich Ende des 19.Jahrhunderts zu Zeiten der englischen Kolonialherrschaft in Afrika entwickelte. Eine Mischung aus Militaryund Reiter-Stil aus kühlendem Leinen.

    Samt

    Gewebe aus weichem Flor, das aufgrund seiner noblen Optik gerne in der Abendgarderobe verwendet wird.

    Satin

    Gewebe aus Baumwolle, Seide, Viskose oder Polyester in Atlasbindung. Dadurch entsteht eine glatte, glänzende Oberseite in edler Optik.

    Schottenkaro

    Stoffe mit typischen Karos, wie Black Watch und Royal Steward, die von schottischen Clans und Regimenter in typischen Farben getragen wurden. Unverwechselbare Tartans waren Zeichen für ihre Gruppenzugehörigkeit.

    Seamless (englisch für „nahtlos“)

    Modelle im Unterwäsche-Bereich ohne Seitennähte und mit abgeflachten Kanten, die bei der Oberbekleidung somit nicht erkennbar sind.

    Seersucker (englisch für „gaufriertes Gewebe“)

    Leichtes Baumwollgewebe, das sich durch abwechselnd glatte und blasenartige Streifen kennzeichnet. Häufige Verwendung bei Bettwäsche und Sommerbekleidung, da es bügelfrei ist und durch die reliefartige Struktur einen hervorragenden Luftaustausch ermöglicht.

    Seide

    Der edle Stoff wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Man unterscheidet zwischen Zucht-Seide (auch Haspel-Seide ohne Schlupfloch im Kokon, dadurch feiner und kräftigerer Farbton) und Wild-Seide (auch Bourette-Seide mit Schlupfloch im Kokon, dadurch Unregelmäßigkeiten im Stoff, noppenähnliche Verdickungen und mattere Farbe).

    Slipper

    Geschlossener Schlupfschuh ohne Schnürung, der in warmen Jahreszeiten sowohl zur Jeans als auch zum Anzug getragen wird

    Sneaker (englisch für „Turnschuh“)

    Oberbegriff für alle Sportschuhe, die auf der Straße getragen werden.

    Softshell (englisch für „weiche Hülle“)

    Oberbegriff für weiche Funktionstextilien aus Kunstfasern, die im Outdoor-Sportbereich zum Einsatz kommen, da sie wärmend, winddicht, wasserabweisend sind und einen angenehmen Luftaustausch ermöglichen.

    Sportswear (englisch für „Sportbekleidung“)

    Legere Freizeitbekleidung, die optisch an Sportkleidung erinnert.

    Stonewashed (englisch für “Waschen mit Steinen”)

    Durch das Behandeln des Jeansstoffes mit Bimssteinen entsteht ein verwaschener Denim-Look.

    Stretch (englisch für „Dehnung“)

    Durch Beimischung von Elasthan erhält der Stoff eine angenehme Dehnbarkeit und garantiert somit einen angenehmen Tragekomfort.

    Styling (englisch für “Formgebung”)

    In Bezug auf die Mode handelt es sich um die Gestaltung eines Kleidungsstücks oder um das allgemeine Herrichten einer Person.

    T U

    Teflon

    Kunststoff, der als Einmalimprägnierung auf das Textil aufgetragen wird und einen fleckenabweisenden Schutz bietet.

    Tencel

    Faser, die aus der Eukalyptuspflanze gewonnen werden und durch seine atmungsaktive, wasserdampfdurchlässige Eigenschaft für funktionelle Sportbekleidung verarbeitet wird.

    Trenchcoat

    Zeitloser Mantel-Klassiker, welcher einst als Armeemantel hergestellt wurde. Kennzeichen sind Gürtel, breites Revers, Koller im Rücken, Gehschlitz, schräge Schubtaschen sowie Schulterund Ärmelriegel.

    Trend (englisch für “Entwicklungsrichtung”)

    In der Modebranche wird die stilistische Entwicklung gemeint.

    Tuch

    Ein Gewebe besteht aus Kettund Schussfäden. Bei sog. Tuchware handelt es sich ausschließlich um Schurwolle und findet bei Sakkos und Anzügen Verwendung. Das kostbarste Tuch stammt aus der italienischen Stadt Biella.

    Tunnelzug

    Unsichtbarer, nach innen eingearbeiteter Gürtel oder Kordel, mit der die Weite eines Kleidungsstücks reguliert werden kann.

    Tweed

    Raues, Textilgewebe aus grobem Wollgarn, meist in Köperbindung, das in Handarbeit gefertigt wird. Tweed-Stoff von den Äußeren Hebriden wird unter der Marke Harris Tweed verkauft und gilt als besonders edel.

    Twill (engl. “Köperbindung”)

    Köpergewebe, mit dem Merkmal eines schräg verlaufendes Grates wie beim Jeans-Stoff.

    Twinset (englisch für „Doppelgarnitur“)

    Pullover und Strickjacke werden aus dem gleichen Material und in gleicher Farbe gefertigt.

    Ulster

    Üppiger Wintermantel mit breitem Kragen und auffallendem Revers, benannt nach der irischen Provinz Ulster, die für ihre voluminösen Wollstoffe berühmt ist.

    Unisex (lateinisch für ”ein Geschlecht”)

    In der Modebranche Bezeichnung für Kleidung, die sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden kann.

    Used Look (englisch für “gebrauchtes Aussehen”)

    Stilrichtung, die auf „gebraucht“ gemachte Mode abzielt und neue Kleidungsstücke so aussehen lässt, als wären sie bereits lange getragen. Kennzeichen sind künstliche Löcher, zerrissene Partien und ausgewaschene Farben.

    V

    Velours

    Französisch für Samt.

    Velours-Leder

    Jede Lederhaut weist eine glatte Narbenund eine raue Fleischseite auf. Bei Velours-Leder wird die raue Fleischseite als Außenseite verwendet und geschliffen, bis das Leder eine samtartige Oberfläche erhält.

    Velvet

    Englisch für Samt.

    Vichy-Karo

    Einfaches Karomuster in zwei Farben, auch Bauernkaro genannt. Typische Farben sind Dunkelblau, Hellblau, Rot und Rosé, jeweils in Kombination in Weiß.

    Vintage-Look (englisch für „altes oder klassisches Aussehen“)

    Designrichtung, die den Retro-Look der 30er bis 70er Jahre aufleben lässt. Vintage kann sowohl ein altes Designerkleid sein oder ein auf alt gemachtes Kleidungsstück (Used-Look).

    Viskose

    Chemiefaser auf Zellulose-Basis, die aufgrund ihres angenehmen Tragekomforts als Innenfutter verwendet wird.

    Volant (französisch für „Rüsche“)

    Runder Stoffabschnitt, der an Ausschnitten oder Ärmeln gerafft befestigt wird und glockenförmig fällt.

    W Z

    Wassersäule

    Angabe der Wasserdichte eines Skijacken-Gewebes, das im Millimeter-Maß ausgedrückt wird.

    Wax Cotton (englisch für „Wachs-Baumwolle“)

    Gewachste Baumwolle, die durch diese Ausrüstung absolut wasserfest ist. Die Lifestyle-Marke Belstaff wurde in den 20er Jahren für die robusten Biker-Jacken berühmt.

    Workwear (englisch für „Arbeitsbekleidung“)

    Freitzeitmode, die durch Elemente der funktionellen Arbeitsbekleidung geprägt ist. Hierzu zählen Cargo-Hosen mit praktischen Taschen und der einfache Overall.

    Zigaretten-Hose

    Hose mit schmaler Schnittführung und geradem Beinverlauf, meist mit Bügelfalte.

    Zipper

    Englisch für Reißverschluss.

    Zwiebel-Look

    Look, bei dem mehrere Kleidungsstücke übereinander getragen werden. Sowohl aus funktionalem Aspekt bei unberechenbarer Wetterlage oder aus modischer Sicht, sofern die richtigen Teile miteinander kombiniert werden.

    Zwirn

    Ein Garn besteht aus gedrehten Fasern. Werden zwei Garne miteinander verdreht, spricht man von einem Zwirn, der im Vergleich zum einzelnen Garn einen festeren Stoff und somit eine geringere Knitterneigung garantiert.