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Der Handschuh im Laufe der Zeit

Handschuhe gehören zu den ältesten menschlichen Kleidungsstücken. Sie sind bereits in der Bibel erwähnt. Die Handregion ist besonders gefährdet für Erfrierungen und muss im Winter gut warm gehalten werden. Neben dem Schutz vor Kälte dienten Handschuhe auch der Hitzeabwehr, indem man sie z.B. beim Verzehr von warmen Speisen trug. Zunächst gab es nur Fausthandschuhe bis dann Modelle mit gesondertem Daumen und Fingerhandschuhe entstanden. Nach Deutschland kamen die Handschuhe erst ab dem 13./14. Jahrhundert. Im Mittelalter hatten Handschuhe vor allem gesellschaftliche Bedeutung. Von Frauen oder Herrschern überreichte Handschuhe drückten eine Gunstbezeugung aus, wohingegen hingeworfene Handschuhe einer Aufforderung zum Duell gleich kamen. Seine Missbilligung konnte man mit einem ins Gesicht geworfenen Handschuh ausdrücken, wie es in Schillers Gedicht „Der Handschuh“ beschrieben ist. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Hände zu fast jeder Gelegenheit verhüllt, vor allem aber in der Öffentlichkeit. Einer Frau die bloße Hand zu reichen, war undenkbar. Die Handschuhe wurden täglich mehrfach gewechselt und dem entsprechenden Anlass angepasst. Sie waren ein wichtiges Kleidungsstück, das vom Gegenüber kritisch gemustert wurde, wie man heute die Schuhe eines Anderen unter die Lupe nimmt. Die Handschuhe mussten tadellos und aus den besten Stoffen gefertigt sein. Deswegen wurden sie stets penibel ausgewählt. Je nachdem welches Material verarbeitet wurde, wurden die Handschuhe entweder von einem Kürschner, Handschuhmacher oder Strumpfstricker hergestellt.

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Handschuhe trägt man neben dem vorwiegend wärmenden Zweck auch in weiß zum Frack. Sie haben sich als Teil der Dienstbekleidung von Kutschern, Chauffeuren, Kellnern, u.a. durchgesetzt. Bei dem Handschuh als modischem Accessoire sind heutzutage neben dem Kälteschutz vor allem Material und Farbe wichtig. Handschuhe sind entweder aus Wolle, Baumwolle oder einer Lederart gefertigt. Das Innenfutter besteht häufig aus einem schweißabsorbierenden Stoff wie z.B. Baumwolle. Die Handschuhe werden passend zur Kleidung z.B. in Übereinstimmung mit der Farbe und dem Material der Schuhe gewählt. Lederhandschuhe in schwarz oder braun ergänzen sich ideal mit schwarzem bzw. braunem Schuhwerk. Wollhandschuhe sollten mit der Jacken- oder Mantelfarbe harmonieren. Neben den ästhetischen Besonderheiten ist auch die richtige Passform essentiell. Ein Handschuh, der nicht richtig sitzt oder gar zu eng ist und Durchblutungsstörungen hervorruft, beeinträchtigt das Warmhalten der Finger. Nur mit der richtigen Handschuhgröße hüllt ihr Wunschhandschuh die Hände in angenehme Wärme. Zur Größenbestimmung misst man bei Handschuhen den Umfang der Hand in Höhe der Fingerknöchelchen, den Daumen ausgenommen. So finden Sie garantiert Ihre perfekten Handschuhe bei Hirmer, dem Onlineshop für Herrenmode mit einer großen Auswahl an luxuriösen Markenhandschuhen.