10. Mai 2013

Bienvenue à la Côte d’Azur!

Sie gilt als der Sommer-Treffpunkt des Jet-Sets und der Superreichen: Puristen zählen nur den rund 120 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen St. Tropez und Menton zur „French Reviera“, obwohl sich diese genau genommen bis nach Marseilles ausdehnt. Den Reiz der „Côte“ macht ihre einzigartige Mischung aus azurblauem Meer, quirligem Stadtleben und dem abgeschiedenen Hinterland aus. Wir waren für das Fotoshoot unseres HIRMER Sommerjournals ebenfalls an der Coté d´Azur und möchten Sie heute gerne mitnehmen auf eine kleine Reise entlang der Coté d´Azur…

Unsere Redaktion hat für diesen Bereicht aus eigenen Erfahrungen einige Tipps für Sie zusammen getragen. Los gehts….kommen Sie mit uns auf Entdeckungsreise! Wir starten unsere Reise in St. Tropez, dem Fischerdorf, das sich in den 1950er Jahren zum Mekka der Schönen und Reichen mauserte. Dort, wo früher die Kutter den Pêche du Jour an Land brachten, geben sich heute die Mega-Jachten von Roman Abramowitsch und Paul Allen ein Stelldichein. Dennoch haben sich auch die Tropéziens mit ihren bunten Fischerboten einen Platz in der Marina gesichert und bieten jeden Morgen am Place aux Herbes ihren frischen Fang zum Kauf an.

Trotz Touristenrummel hat das Städtchen nichts von seinem Charme eingebüßt. Wer sich trotz Sommerhitze auf den Weg zur Zitadelle macht, wird mit einem fantastischen Blick über die Küste belohnt. In den kleinen Gässchen bekommt man eine Ahnung davon, wie ruhig und beschaulich das Leben dieses Örtchens außerhalb der Saison verläuft. Sollte die Seeluft hungrig gemacht haben, lohnt sich ein Abstecher ins „La Vague d‘Or“ – das nötige Kleingeld und eine rechtzeitige Reservierung vorausgesetzt. Für seine kreative Küche konnte Chefkoch Arnaud Donckele erst jüngst seinen dritten Michelin-Stern in Empfang nehmen.

Modeenthusiasten finden in den zahlreichen kleinen Boutiquen die passende Swimwear für einen Ausflug an den Strand – etwa vom Kultlabel Vilebrequin, das hier beheimatet ist. Passende Beachwear für die Herren der Schöpfung gibt es natürlich auch vorab Ihrer Reise bei uns im Hirmer Onlineshop.

Dann ist es auch schon Zeit für einen Abstecher an die wohl berühmtesten Strände der azurblauen Küste. Ob am Plage Pampelonne oder am Plage Tahiti – spätestens zur Mittagszeit geben sich die Megayachten hier ein Stelldichein und starten mit ihren Beibooten einen Abstecher zu den Strandclubs Tahiti Plage, Club 55 oder Nikki Beach. Während dort zu Preisen ab 300 € die Champagnerflaschen über die Theke gehen, genießt man gleich nebenan ein köstliches Pan Bagnat, das traditionelle Thunfisch-Sandwich aus Nizza.

Wer sich seinen Weg zurück von den berühmten Stränden bahnen möchte, meidet in der Hochsaison besser die Küstenstraße zwischen St. Tropez und Ste. Maxime. Wer dennoch auf den grandiosen Meerblick nicht verzichten möchte, plant auf dieser Route mindestens zwei Stunden zusätzliche Reisezeit ein. Schneller geht es durchs Hinterland. Auf kurvenreichen, engen Straßen gelangt man durch eine Canyon-artige Landschaft bei Le Cannet des Maures auf die Autoroute 8, auf der man am schnellsten nach Cannes und Nizza macht.

Während auf der Croisette nach den Festspielen die Stars und Sternchen wieder den Touristen gewichen sind, machen wir uns weiter in das nahe gelegene Antibes. Den Tag kann man hier an den nahe gelegenen Stränden von Juan les Pins relaxed genießen, sollte aber auf keinen Fall die Abendstimmung in einer der ältesten Städte an der Côte d’Azur verpassen. Die 340 v. Chr. von den Griechen gegründete Stadt gilt mit rund 1700 Liegeplätzen als einer der größten Jachthäfen Europas.  Doch nicht nur deshalb ist Antibes einen Besuch wert. In den Abendstunden erwacht die Stadt zum Leben. Zahlreiche Bars, Kneipen und Restaurants öffnen ihre Pforten und in den engen Gassen der Altstadt lässt es sich auch während des heißen Sommers gut aushalten. Freunde mediterraner Küche kommen unter anderem im „Bistro du Port“ auf ihre Kosten. Das Personal ist stets gut gelaunt und mit ein wenig Glück bekommt man selbst in der Hochsaison noch einen Platz. Unser Tipp: Bestellen Sie unbedingt eines der sagenhaft frischen Fischgerichte und genießen Sie bei einer guten Flasche Sauvignon Blanc aus dem Pouilly Fumé den Blick auf den imposanten Hafen.

Wer nun Lust auf Stadtleben bekommen hat, macht sich am nächsten Tag auf den Weg nach Nizza. Cabrio vorausgesetzt, gehört eine Fahrt mit geöffnetem Verdeck entlang der Promenade des Anglais zum Pflichtprogramm. Fast genauso schön und deutlich günstiger ist ein Spaziergang an der Uferpromenade mit ihren markanten blauen Bänken und Stühlen. Danach unbedingt einen Bummel über die Cours Saleya mit ihren Marktständen einplanen. Hier kann man unabhängig vom Budget hervorragend Essen und sich für einen Abstecher in die Altstadt stärken. Bars und Szeneclubs wechseln sich hier mit Boutiquen und Cafés ab und wer eine Abkühlung sucht, findet diese bei einem Besuch der Cathédrale Ste. Reparate, auf die man beim Schlendern durch die Altstadt fast zwangsläufig trifft. Sollte noch etwas Zeit sein, unbedingt noch den Burgberg „Le Châtau“ besichtigen, auf dem sich einst eine Festung und eine Kathedrale befanden. Am besten abends besuchen, wenn die Lichter der Promenade zu glitzern beginnen und den Blick auf das legendäre Hotel Negresco genießen. Lust auf ein Spielchen? Sollte die Zeit für einen Besuch im berühmten Grand Casino de Monaco nicht mehr reichen, rollt die Kugel in Nizza unter anderem im Ruhl Casino. Dann noch einen Absacker in der Bar le Relais genießen und mit etwas Schwermut heißt es „Au revoir a la côte!“

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By Lara Stil & Leben Share:

One thought on “Bienvenue à la Côte d’Azur!

  1. Dieter Büller sagt:

    Tres bon!

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