11. Mai 2017

Deine Checkliste für das Hochzeitsoutfit

Am schönsten Tag im Leben sollte auch der Hochzeitsanzug besonders sein und perfekt passen. Und vor allem sollte Mann sich darin nicht verkleidet vorkommen.

PLANUNG

Vor dem Kauf des Hochzeitsanzugs sollte man sich einige Gedanken machen:

– Welchen Stil und welche Farbe hat das Brautkleid?

Man muss das Kleid nicht unbedingt gesehen haben, um eine Ahnung zu bekommen. Generell geht es eher um die Richtung und die ergibt sich meistens aus dem Geschmack und dem Stil Deiner Zukünftigen.

– Was ist mein Stil?

Eher schlicht und mit klaren Linien, klassisch oder doch eher verspielt und extravagant? Je klarer man sich darüber ist, in welche Richtung es gehen soll, umso leichter wird einem die Auswahl fallen.

– Möchte ich den Anzug auch nach der Hochzeit noch tragen?

Soll der Anzug zukünftig z.B. in die Oper oder zu anderen gesellschaftlichen Events getragen werden oder sogar businesstauglich sein?

– Was passt zur Location?

Auch hier sollte man versuchen, ein einheitliches Bild zu schaffen. So schön ein bayerischer Stadl ist, der Frack ist hier sicherlich nicht das passende Kleidungsstück.

– Wer begleitet mich?

Aus unserer Erfahrung können wir Dir nur empfehlen, nicht mehr als zwei Begleitpersonen mitzunehmen, da man sonst zu keiner Entscheidung kommt. Außerdem muss der Anzug dem Bräutigam gefallen und nicht den Gästen.

– Muss ich einen Termin bei HIRMER vereinbaren?

Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig, die Abteilung ist frei zugänglich und durchgehend besetzt. Die besten Zeiten sind vormittags unter der Woche. Samstag ist stark frequentiert, wodurch längere Wartezeiten entstehen können. Rechne mit einer Beratungszeit von 2 – 3 Stunden.

BEI HOCHZEITEN TRÄGT MAN(N) ANZUG – ABER WELCHEN?

Da viele Paare sich heutzutage nur noch standesamtliche trauen lassen, ist mittlerweile auch dafür eine festliche Kleidung zum Standard geworden. Der Bräutigam kann durchaus einen festlichen Hochzeitsanzug mit Weste und Plastron tragen. Auf gar keinen Fall fehlen darf sowohl bei der Trauung im Standesamt als auch bei der Trauung in der Kirche, die Blume am Revers – passend zum Brautstrauß.

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DIE KLASSIKER

– Der Cut

Der förmlichste aller Tagesanzüge ist der Cut. Dieser wird heutzutage meist bei Adelshochzeiten von Gästen und Bräutigam getragen.

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– Der Smoking

Das Abendoutfit beim Dresscode „Black Tie“ wäre passenderweise ein Smoking. Das Revers des Smokings ist meist seidenbesetzt. Er wird mit einem schwarzen Kummerbund, einem Hemd mit verdeckter Knopfleiste, und einfacher Manschette mit einer schwarzen Schleife getragen. Die Schleife gibt es sowohl zum Selbstbinden (für Kenner) als auch in der praktischen Fertigversion. Die Manschetten werden von passenden Manschettenknöpfen geschlossen. Die Hose hat meist einfache Gallons und keinen Aufschlag. Zu dieser Kombination trägt man schwarze Lackschuhe – aber auch glatte schwarze Lederschuhe sind erlaubt.

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– Der Frack

Das passende Outfit für den Dresscode „White Tie“ (oder auch Cravate Blanche) ist ein Frack, welcher in Deutschland auch als „Großer Gesellschaftsanzug“ bezeichnet wird. Er wird wie der Smoking ausschließlich zu sehr festlichen Einladungen nach 18.00 Uhr getragen. Allerdings gelten beim Frack weitaus strengere Stilregeln als beim Smoking. Wichtig hierbei ist die Kombination mit weißer Weste und weißer Schleife (wie der Dresscode „White Tie“ auch schon sagt). Die Kombination mit einer schwarzen Weste und entsprechender Schleife ist der Dienstkleidung von Kellnern und Saaldienern vorbehalten. Der Frack ist einreihig mit Schwalbenschwänzen am Rückenteil. Vorne ist er kurz (bis auf Höhe der Taille) und kann nicht geschlossen werden. Das Revers ist wie beim Smoking seidenbesetzt. Die Hose hat doppelte Gallons, keinen Aufschlag und darf nicht mit einem Gürtel getragen werden. Die Frackweste ist weiß mit Revers, meist einfach oder auch doppelt geknöpft. Das Hemd hat eine gefältelte Brust, einen Klappkragen und einfache Manschetten, die wie beim Smoking von passenden Manschettenknöpfen oder sogenannten Frackhemdenknöpfen geschlossen werden. Die Frackschleife ist aus weißem Baumwollpique. Das passende Schuhwerk sind schwarze Lackschuhe ohne Schnürung.

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DER HOCHZEITSANZUG

Der Hochzeitsanzug ist der moderne Anzug für den Bräutigam als Alternative zum Cut, Frack oder Smoking. Er ist modisch und weniger offiziell. Viele Bräutigame entscheiden sich für Anzüge, die Du – eventuell mit kleinen Veränderungen – auch im Nachhinein wieder gut tragen kannst. Zeitgemäße Hochzeitsanzüge sind sehr körpernah geschnitten und farblich auf das Brautkleid abgestimmt. Du hast die Qual der Wahl: vom extravaganten Outfit aus Samt oder Seide bis zum später im Büro oder in der Oper tragbaren dunklen Anzug oder dem weißen Leinenanzug für die Strandparty ist alles möglich. Der Anzug selbst kann in Uni- oder Streifenoptik, in hellen bis dunklen Tönen gehalten sein. Besonders im Trend liegen momentan verschiedenste Blautöne. Für den extravaganten Bräutigam gibt es auch gemusterte Modelle bzw. einfarbige Anzüge mit gemustertem Revers. Festlich wird der Hochzeitsanzug dann durch eine Weste mit passender Fliege, Krawatte oder Plastron. Angesagt sind momentan auch Hosenträger. Wünscht man sich mehr Flexibilität in der Wiederverwendbarkeit, empfiehlt sich ein edler und gut verarbeiteter Business-Anzug mit einer Hochzeitsweste + Plastron.

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LONGJACKET ODER GEHROCK

Als Hochzeitsanzug verbreitet hat sich in den letzten Jahren auch das Longjacket, ein überlanges Sakko, das ähnlich wie ein Cut kombiniert werden kann, aber weniger Restriktionen unterliegt. Hose und gegebenenfalls Weste können kontrastieren oder aus dem gleichen Material gefertigt sein. Diese Sakkos sind nur für hochgewachsene Männer empfehlenswert, da sie die Beine kürzer erscheinen lassen. Glänzende Stoffe und intensive Farben lassen den Träger massiver und breiter wirken. Ein hochgeschlossenes Sakko, Rüschenhemden oder ein Plastron statt der Krawatte verbreitern den Träger optisch noch weiter und wirken weniger dynamisch.

Die Hirmer Modeworkshops

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By Tim Klaesner Stil & Leben Share:

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