22. Mai 2013

Rezeptideen aus Südfrankreich

Es ist wohl unbestritten, dass kein Volk mehr Leidenschaft für das Essen hegt, als die Franzosen. Besonders im Süden dieses Landes trifft dies zu. Durch die verschiedenen Einflüsse ist die Auswahl an Delikatessen immens. Von Froschschenkeln über Austern bis hin zum Trüffel – was für unsere Ohren zumindest außergewöhnlich klingt, gehört in Südfrankreich zur alltäglichen Küche. Vielleicht sind die abwechslungsreichen Gerichte daran schuld, bewiesen ist, dass die Franzosen die höchste Lebenserwartung in Europa haben.

Die Besonderheit, die die französische Küche auszeichnet, ist, dass großer Wert auf regionale Produkte bester Qualität gelegt wird. Natürlich gibt es auch im Süden Frankreichs große Supermärkte, dennoch bleibt der regelmäßige Gang zum „Metzger um die Ecke“, oder auf den Markt, eine Selbstverständlichkeit. Man kennt sich zumeist und es gehört einfach dazu, über das jeweilige Produkt und dessen Qualität zu fachsimpeln.

Marktstand

Dennoch wäre es vermessen zusagen, dass es nur eine südfranzösische Küche gibt. Je nachdem in welchem Landstrich man sich befindet, variieren die Gerichte sehr. Dabei spielen die geografischen Gegebenheiten genauso eine Rolle, wie die Einflüsse ehemaliger Eroberer und Einwanderer. Es verwundert nicht, dass in den Gebirgsgegenden in Richtung Alpen, eher fleischlastige Gerichte üblich sind und in den mediterranen Gebieten viel Fisch und Meeresfrüchte gegessen werden.

Eine Gemeinsamkeit haben aber dennoch alle: Egal ob ein kurzer Snack aus Käse, Baguette und Rotwein, oder ein mehrgängiges Menü, das Essen wird in jeder Lebenslage zelebriert.

“Eine wahrhaftige und gute Küche besteht zu neunzig Prozent aus hochwertigen und frischen Zutaten und zu zehn Prozent aus Fantasie.” Das soll der weltberühmte französische Koch Paul Bocuse gesagt haben. Ganz diesem Leitsatz folgend, haben wir folgendes Menü zusammengestellt.

Vorspeise: Salade niçoise

Salade niçoise

Beginnen wir mit einem auch bei uns bekannten Klassiker der französischen Küche. Der Nizza-Salat ist sehr frisch und macht Lust auf die noch folgenden Gerichte. Außerdem ist er leicht zu machen. Sie benötigen Prinzessbohnen, gelbe Paprika, Salatgurken, Radieschen, Thunfisch, Sardellen, gekochte Eier, schwarze Oliven, Kapern, gemischten Blattsalat sowie Basilikum.

Nachdem Sie alle Zutaten „salatfertig“ gemacht haben, vermengen Sie diese mit ein wenig Olivenöl und Weißweinessig und arrangieren die Sardellenfilets ansprechend auf dem Salat – denken Sie daran: Das Auge isst mit! Diese Rezeptanleitung finden Sie hier.

Hauptgang: La soupe de poisson

Bei dieser traditionellen, trüben Fischsuppe wird die ganze Sache schon etwas komplizierter. Aber glauben Sie mir, der Aufwand wird sich lohnen! Sie besteht aus verschiedenen, weißfleischigen Felsenfischen – welche genau, können Sie dem Rezept entnehmen – und einer Vielzahl an Gewürzen, wie zum Beispiel Safran, Cayennepfeffer und Thymian.

Dem Rezept folgend werden die Fische zunächst angebraten, um später im Sud zu köcheln. Um die typische Konsistenz zu erhalten, wird Sie zum Schluss durch ein Sieb gestrichen.

Dazu werden geröstete Toastscheiben mit der Sauce Rouille gereicht. Diese ist relativ einfach selber herzustellen, indem Sie roten Pfeffer und Knoblauch zusammen mit Eigelb und Olivenöl zu einer cremigen Sauce schlagen. Je nach Appetit, und Anzahl der Gäste, sollten Sie die Menge der Toastscheiben und der Sauce planen.

Wer diese Variante nicht möchte, der kann alternativ auch Suppennudeln dazu reichen. Abgerundet werden sollte das Gericht aber auf jeden Fall mit etwas Parmesan.

Nachspeise: Crème brûlèe  

Crème brûlèe

Zum Schluss darf es noch etwas Gehaltvolles sein – Crème brûlèe à la lavande. Auch dieses Dessert ist einfach zuzubereiten und wird dennoch jeden Ihrer Gäste schwärmen lassen.

Dazu müssen Sie einfach Eigelb, Zucker und Sahne vermengen. Erhitzen Sie hierzu die Sahne mit einer Lavendelblüte, während Sie das Eigelb mit dem Zucker so lange rühren, bis es weißlich wird. Nachdem Sie beide Massen vermengt haben, müssen Sie sie, in kleinen Schälchen portioniert, im Ofen fest werden lassen. Kurz vor dem Servieren geben Sie ein wenig Rohrzucker über die Crème und lassen ihn karamellisieren. Tipp: Sollten Sie keinen Flambierbrenner im Haus haben, stellen Sie Ihren Ofen auf „Grill“, auf die höchste Stufe und lassen Sie den Zucker darunter karamellisieren. Behalten Sie die Crème brûlèe  dabei unbedingt im Auge! Das entsprechende Rezept finden Sie hier.

Selbstverständlich sind diese Rezepte nur Vorschläge. Gerade in Südfrankreich gilt: Gut ist, was gut schmeckt. Scheuen Sie sich daher nicht, Ihren eigenen Eingebungen freien Lauf zu lassen. Wem die obigen Rezepte nicht zu sagen, der wird eventuell auf der folgenden Seite ein Passendes finden. Falls Sie dabei eine Entdeckung machen, die Sie so gut fanden, dass Sie diese mit uns teilen möchten, steht Ihnen hierfür unsere Kommentarfunktion gerne zur Verfügung – wir freuen uns.

Bon appétit!

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