29. Juli 2013

Edinburgh: eine Stadt im “Performing-Arts-Fieber”

Lust auf einen spannenden Städtetrip, der mal nicht in den Süden geht? Weit weg von brütend heißen süd-europäischen Innenstädten im Hochsommer und doch mitten drin im Leben einer europäischen Kulturstadt? Die Rede ist von Edinburgh. Warum nicht mal Schottland und seine Stadt der sieben Hügel erkunden?! Die Theorien der Namensgebung für die Stadt sind zahlreich. Vermutlich wurde sie nach dem gododdinischen König Clydno Eiddyn benannt. Sollte man anderen Quellen glauben schenken wollen, leitet sich der Name allerdings von der gälischen Bezeichnung Dùn Èideann ab, was übersetzt „Festung am Hügelhang“ bedeutet. Und diese Festung am Hügelhang ist eine beeindruckende Erscheinung: Edinburgh Castle. Uneinnehmbar trohnt es auf einer 135 m Anhöhe über der Stadt. Aber das alleine macht den Charme der Stadt noch lange nicht aus. Warum die Stadt schon früher Künstler, Schriftsteller und allerlei Kreative angezogen hat und warum Sie heute auch oft als die Festival-Hauptstadt Europas bezeichnet wird, erzählen wir Ihnen in diesem Bericht…

Theodor Fontane lies sich beim beim Anblick von Edinburgh zu dem Zitat “Athen des Nordens” heinreißen. Ähnlich wie die Stadt der griechischen Mythologie ist auch Edinburgh eine Stadt der Hügel mit sehr viel Historie. Mitten in Edinburgh erhebt sich auf dem Basaltkegel eines längst erloschenen Vulkanes die Festung von Edinburgh Castle. Nur über die Ostseite ist die Festung zu erreichen, da sie ansonsten von den senkrecht abfallenden Wänden des Vulkankegels von der Umwelt getrennt wird. Im Inneren des Schlosses finden neugierige Kulturgäste den sagenumwobenen “Stone of Scone”. Ein heiliger Stein, welcher auch als “Coronation Stone” (Krönungsstein) oder “Stone of Destiny” (Stein des Schicksals) bekannt ist. Er spielte im Krönungszerimoniell der schottischen und englischen Könige seit alters her eine wichtige Rolle. Er ruht seit 1996 wieder in seiner Heimat Schottland.

Von faszinierenden historischen Plätzen hin zu Kunst und Wissenschaft. Edinburghs beheimatet 3 hervorragende Universitäten: Edinburgh Napier University, Herito-Watt University und die University of Edinburgh. Letztere nimmt schon seit 1583 auf Studenten Einfluss, wird in einem Atemzug mit Cambridge und Oxford genannt und gehört damit zu den besten Unis in Großbritannien.

Wo viele Studenten zu finden sind, ist natürlich auch die Kunst- und Musikszene nicht weit weg. Nicht umsonst wird Edinburgh auch die Festivalstadt Europas genannt. Neben einer lebendigen Szene von Kunsthändlern, Antiquitätenläden und kleinen Galerien in der Innenstadt, erwartet den Besucher im August eines jeden Jahres das sogenannte “Festival Fringe”. In wenigen Tagen ist es wieder soweit: Am 2. August startet das alljährliche Festival, welches als das größte Arts-Festival der Welt gilt.

Was können Sie erwarten? Einfach alles. Ob Musik, Tanz, Komödie, Varieté oder Theater. Auch für Kids ist einiges geboten. Da das Festival keinem Kurator unterliegt, können alle Performer, welche einen Veranstaltungsort finden können, ins Programm aufgenommen werden. Die Performances verteilen sich über die ganze Stadt. Es gehört zum Spaß des Festivals die besten Performances herauszufinden und etwaige Geheimtipps zu entdecken.

Edinburgh ist “walkable”, was sich für ein über die ganze Stadt erstreckendes Festival wirklich ideal eignet. Die meisten Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungsorte befinden sich ohnehin im City-Center. Allerdings befindet sich die Stadt, wie schon erwähnt, auf Hügeln….bequemes Schuhwerk sei deshalb empfohlen. Wer des Laufens müde wird, kann sich aber auch auf eine der vielen “Rikschas”schwingen und zum Zielort “radln” lassen.

Um einen Überblick aller Performances zu bekommen, können Sie sich auf der Seite des Edinburgh-Festivals unter “what´s on” einlesen. Hier können Sie unterteilt in die Kategorien Cabaret, Childrens Shows, Comedy, Dance and Physical Theater, Events, Music, Exhibition, Musical & Opera, Spoken Word, Theatre alle wichtigen Informationen finden. Das komplette Programm gibt es zudem als PDF-Version oder auch in der Fringe-App, welche sowohl vor dem Festival als auch während des Festivals eine gute Orientierungshilfe ist.

Na Lust bekommen auf Edinburgh? We hope so! 🙂

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