20. November 2012

Love it or hate it. Es hält ein Leben lang.

Harris Tweed wird als der Champagner unter den Stoffen bezeichnet. Wie beim Champagner auch, liebt oder hasst Man(n) denselbigen. Wir haben uns ganz klar für Ersteres entschieden. Warum? Er ist einfach wunderbar männlich! Also der Tweed, nicht der Champagner. Harris Tweed zeigt auch heute noch die Charakteristik seiner Herkunft: Die “Äußere Hebriden” Schottlands. Raue Hügel, felsige Buchten, grüne Schafweiden, wilde Strände – die Farbwelt dieser eindrucksvollen Landschaften, findet sich in jedem Stück “Harris Tweed” wieder. Hunderte altbewährter Muster und Designs blieben erhalten….

um uns auch heute noch zu begeistern. Handgewebt aus reiner Schurwolle –  jeder Arbeitsschritt zur Fertigung von “Harris Tweed” wird von Färbern, Spinnern, Webern und Inspektoren der “Harris Tweed Authority” auf den Inseln Lewis, Harris, Uist und Barra durchgeführt und überwacht. Aber wie kam es zu dieser strengen Qualitätskontrolle und warum darf nur Tweed aus diesem kleinen Inselteil Schottlands als “Harris Tweed” bezeichnet werden?

Tweed wurde schon seit Jahrhunderten in Schottland von Hand hergestellt. Die industrielle Revolution ab Mitte des 18. Jahrhunderts änderte dieses Vorgehen aber zusehends. Besonders Weber, Färber und Spinner waren von der Industrialisierung Ihres Handwerks nicht gefeit. Schon bald wurde auch die traditionelle Tweedfertigung im industriellen Maße betrieben. Ziel des Ganzen, war die Vermarktung des Tweedstoffes in ganz England. Die Qualitätsunterschiede des industriell gefertigten Tweeds waren groß; ganz zum Unmut einiger Tweed-Liebhaber.

Um 1905 erließ das Britische Parlament glücklicherweise den sogenannten “Trade Marks Act” und ermöglichte damit das Sichern von Markennamen. Um sich den altbewährten und hochgeschätzten Qualitätsstandart des “Harris Tweed” dauerhaft zu sichern wurde gleich im folgenden Jahr die “Harris Tweed Association” gegründet. Weitaus später im Jahre 1993 wurde die Autorität von Harris Tweed sogar mit einem “Act of Parliament” in England gestärkt, welches folgende Definition von Harris Tweed zum Gesetz machte:

“Handwoven by the islanders at their homes in the Outer Hebrides, finished in the Outer Hebrides, and made from pure virgin woll dyed and spun in the Outer Hebrides”

Die sogenannte “Harris Tweed Authority” wacht seitdem besonders streng über den Qualitätsstandart und die Produktionsvorgänge Ihres “Harris Tweed”.

Ein ungeschriebenes Stil-Gesetz der Herrenmode, ist das klassische Harris-Tweed Sports-Sakko aber schon seit langem. In den Anfängen erfreute es sich aufgrund seiner Robustheit und der wasserabweisenden Eigenschaft, besonderer Beliebtheit bei Jägern und Fischern. Auch heute noch ist ein Reiter bei der traditionellen, englischen Fuchsjagd hoch zu Ross mit dem klassischen Tweed-Jacket bekleidet.

Anfang des 21. Jahrhunderts wurde das Tweed-Sakko zum Teil vieler Schul- und Universitätsuniformen in England und Amerika. In den fünfziger Jahren, fand es dann auch Zugang zur kreativen Art- und Werbeszene in den USA, welche sich neben einem guten Whisky auch das Tweed-Jacket als Teil Ihres Style-Statements zunutze machte. Lässig kombiniert mit Jeans gelang dem Tweedsakko in den 60iger Jahren dann der Durchbruch bei einer weitaus jüngeren Zielgruppe. Stil-Bruch war angesagt… und das Tweed-Jacket wurde Teil des rebellischen Selbstausdruckes. Weniger rebellisch aber noch genauso aktuell, kommt es heute als “must have” für den Kleiderschrank eines jeden Mannes daher.

Alles in allem, kann man eines sagen – die Beliebtheit des Tweed-Jackets ist über Jahrhunderte erhalten geblieben. Wenn Sie also das nächste Mal auf der Suche nach einem zeitlosen Klassiker sind, der Sie über Jahre hinweg gut kleidet, dann greifen Sie zum Original Harris Tweed Sakko.

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