5. Dezember 2012

Nikolauswissen

Morgen, am 6. Dezember ist es wieder soweit – der Nikolaustag ist da. Natürlich freuen sich besonders die kleinen Kinder, auf diesen Tag in der Adventszeit. Aber auch die meisten Erwachsenen genießen die besinnliche Stimmung des Nikolaustages. Eine gelungene Geschenkidee, Plätzchenduft, Glühwein, Mandarinen und Nüsse versüßen den kalten Winterabend. Was die meisten unter uns natürlich wissen; das Feiern des Nikolaustages, geht in Deutschland auf den heiligen Nikolaus von Myra zurück, welcher im 4. Jahrhundert im damaligen Bischofssitz Myra (in der heutigen Türkei) lebte. Als Sohn reicher Eltern, verschenkte er gütig sein Vermögen unter den Armen und Kindern. Das gegenseitige Beschenken am heutigen Nikolaustag geschieht in seinem Gedenken. Unsere eigenen Weihnachtsbräuche kennen wir schon seit Kindertagen, aber wie sieht es eigentlich mit dem Weihnachtswissen anderer Länder aus? Wir erzählen Ihnen kleine Geschichten über Sinterklaas, Père Noëls Esel und ClauWau…..

„Sinterklaas“ ist die niederländische Bezeichnung für den Mann im roten Bischofsgewand, den wir hierzulande als Nikolaus kennen. Sein Tag ist ebenfalls am 6. Dezember, wo er der Legende nach, mit seinem Helfer „Zwarte Piet“ auf einem Schimmel über die Dächer der Städte reitet und durch den Schornstein Geschenke verteilt. Sogar der amerikanische Weihnachtsmann „Santa Claus“ geht geschichtlich auf den niederländischen „Sinterklaas“ zurück. Santa Claus entstand durch eine sprachliche Abwandelung der niederländischen Einwanderer in Amerika um 1624.


„Père Noël“
ist vielleicht noch jedem als die französische Variante von Nikolaus bekannt. Aber wussten Sie, das dieser Nikolaus mit einem Esel names „Gui“ (franz. für Mistelzweig) daherkommt? Nun, jetzt sind Sie im Bilde! Dieser Esel, muss der Tradition nach gut gestimmt werden. Sollten Sie am Abend des 24. Dezembers also einmal in Frankreich sein, dann vergessen Sie nicht dem Esel „Gui“ eine Karotte in den Stiefel zu stecken, um auch wirklich am Weihnachtsmorgen zahlreiche Geschenke zu finden.

Bis dato ähneln die Nikolaus-Bräuche zumindest noch annähernd dem deutschen Nikolausabend. Nicht so, in der Schweiz. In Samnaun gibt es seit Generationen den Brauch des „Clau Wau“. Am Abend vor dem Nikolaustag geht nicht der Nikolaus auf Reisen, sondern die Kinder. Alle Kinder eines Dorfes gehen als „Kläuse“ und „Schmutzlis“ (eine Art Knecht Rupprecht) verkleidet und mit Kuhglocken ausgerüstet von Tür zu Tür. In den Häusern singen Sie Weihnachtslieder und erhalten dafür Nüsse und allerlei Süßes zum Dank. Seit dem Jahre 2001 hat Samnaun aus dem Kinderbrauch ein offizielles Festival für Nikoläuse aller Welt gemacht. Sollten Sie das „Clau Wau“ einmal besuchen wollen, sind Sie dieses Jahr leider schon zu spät dran. Bereits am 1. Dezember finden sich Nikoläuse aus aller Welt für die „Weltmeisterschaft der Nikoläuse“ im Skigebiet Silvretta Arena Samnaun/Ischgl ein. Nehmen Sie sich den Besuch doch einfach für das nächste Jahr vor.

Wir hoffen, Ihnen hat der Ausflug in fremde Nikolausbräuche Spass gemacht und wünschen Ihnen Morgen, einen geruhsamen Nikolausabend.

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