10. Mai 2013

Saint Paul de Vence – malerisches Künstlerdorf…Sommerträume und Boule

Der lang ersehnte Sommer steht in den Startlöchern… Man(n) bekommt Lust auf Sonne, Meer und unvergessliche Abenteuer. Was bietet sich besser an, als ein sonniges Männerwochenende an der Cote   d´Azur, um den Sommer von seinen schönsten Seiten zu genießen? In unserem aktuellen Journal begleiten wir unsere Männer an die traumhafte Küste Frankreichs und begeben uns auf die Spuren angesagter Sommertrends. Nach Segel- und Badespaß im azurblauen Meer begeben sich unsere Männer auf das Festland und lassen sich von der atemberaubenden Altstadt von Antibes verzaubern. Der französische Sommerflair lädt in stilvolle Bars und Cafes, auf belebte Marktplätze ein und zeigt viele kulturelle Sehenswürdigkeiten. Weiter geht es in den malerischen Künstlerort Saint-Paul-de-Vence, ein kleines Bergdorf wie aus dem Bilderbuch…

Das Städtchen „Saint-Paul-de-Vence“, ein wahrer Geheimtipp, gibt es bereits seit über 2.000 Jahren. In Zeiten des Mittelalters, in denen viele entscheidende Kämpfe das Bild der Zeit prägten, wurde im 16.Jahrhundert die historische Befestigungsanlage um das kleine Bergdorf errichtet, die bis heute weitgehend erhalten ist und eine Hauptattraktion darstellt. Das mittelalterliche Städtchen zählt keine 3.000 Einwohner und beeindruckt durch kleine romantische Gassen mit zahlreichen Geschäften, Galerien und Restaurants mit kulinarischen Genüssen. Viele Künstler und Kunsthandwerker haben sich hier auf der Suche nach Inspiration niedergelassen, unter anderem Marc Chagall, dessen Steingrab jedes Jahr Kunstpilger anzieht.

Im „Café de la Place“ genossen schon Yves Montand und Simone Signoret ihren Kaffee. Auf dem dazu gehörigen großen Bouleplatz unter Platanen, dessen Maße die Standards der französischen und internationalen Pétanque-Verbände erfüllen und verschiedenen Spielergruppen gleichzeitig Raum bieten, finden mehrsprachige einführende Boulekurse sowie Wettbewerbe für Amateure und Profis statt. Sollten Sie also dort sein, lassen Sie sich ruhig in die Kunst des Boule-Spiels einführen und genießen Sie die Atmosphäre am Café de la Place. Die Regeln des Boulespielens, das nicht mit dem Boccia verwechselt werden sollte, sind gar nicht mal so schlicht, wie mancher vielleicht denkt. Wer sich als Platzhirsch profilieren möchte, muss über höchste Konzentration und Wurftechnik verfügen, vor allem an den leicht abschüssigen Stellen des Platzes, die vor einem Mäuerchen enden. Wessen Stahlkugel dieses berührt, verliert jedenfalls Punkte.

Hier ein kleiner Exkurs in die Geschichte und Regeln des historischen Gesellschaftsspiels:
Der Begriff „Boule“ leitet sich aus dem französischen Wort „la boule“ – übersetzt „die Kugel“ – ab. Die Geschichte des Kugelspiels lässt sich bis zum Jahr 460 v. Chr. zurückverfolgen. In Frankreich lässt sich das Boule-Spiel anhand seiner Verbote ab 1319 nachweisen. Auf den Bouleplätzen Frankreichs wird Pétanque als Freizeit-Kugelspiel ausgetragen, dagegen ist Boule in Deutschland eher ein Oberbegriff für verschiedene Kugelsportarten. Pétanque ist die am weitesten verbreitete Kugelsportart und verbreitet sich über französische Soldaten und Auswanderer nach Deutschland – zunächst in den zu Frankreich nah gelegenen Gebieten sowie in den französischen Besatzungszonen.

Zwei weitere Kugelsportarten stellen das Boccia sowie Bowls dar. Boccia ist die italienische Variante des Boule-Spiels, ein bei Urlaubern beliebtes Kugelspiel, dessen Ziel es ist, seine eigenen Kugeln möglichst nah an die kleinere Zielkugel zu werfen bzw. die gegnerischen Kugeln wegzuschießen. Das Spiel wurde in Deutschland besonders durch den ehemaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer populär, der in den Wochenschauen beim Boccia-Spiel im Italienurlaub gezeigt wurde. Bowls ist ein britisches Kugelspiel mit dem gleichen Ziel, aber dem Unterschied, dass die Kugeln gerollt werden.

Kommen wir nun zu den Grundregeln des berühmten Kugelspiels. Bei allen genannten Sportarten spielen zwei Mannschaften gegeneinander, die aus 1 bis 4 Spielern bestehen. Zu Beginn des Spieles wird ausgelost, wer die kleinere Kugel, die sogenannte Zielkugel namens „cochonnet“ (dt.: Schweinchen), werfen darf. Beginnen darf derjenige Mitspieler, dessen Kugel am weitesten von der Zielkugel entfernt liegt. Ziel ist es, mit den eigenen Kugeln möglichst nah an die Zielkugel zu gelangen oder auch die gegnerischen Kugeln wegzuschießen. Nachdem alle Kugel geworfen wurden, erhält man für jede Kugel, die näher als die nahste Gegnerkugel zur Zielkugel liegt, einen Punkt. Gewinner ist die Mannschaft, die die meisten Punkte erzielt.

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Das Gewinnspiel wird ab dem 14. Mai 2013 auf www.hirmer.de online sein.

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