12. April 2013

URBAN NOMADS – FROM FÉS TO CASABLANCA

Männer lieben Abenteuer….und was ist schon ein besseres Abenteuer als ein Roadtrip zusammen mit den besten Freunden von Fés in Markokko, über die Sahara bis hin nach Casablanca?! Das dachte sich auch Camel Active und machte diese Idee zum Szenario für Ihre Spring-Summer Kampagne 2013. Wir waren begeistert von den atemberaubenden Locations der Camel Kampagne und haben uns für Sie auf die Spuren des Camel Active Roadtrips begeben. Gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise von Fes über Quarzazate nach Casablanca!
Das heutige Marokko ist ein Mix aus Sprachen, Kulturen, Traditionen und Modernität. Alles begann, als vor mehr als 4.000 Jahren die ersten Berber-Stämme das Gebiet des heutigen Marokkos besiedelten. Diesen folgten die Phönizer, Römer, Spanier, die Araber und die Franzosen. Ein Schmelztiegel der Kulturen welcher bis heute so geblieben ist. Wir wollen mit Ihnen dieses Königreich voller Mysterien erkunden – vom Atlasgebirge bis zum Atlantik und durch die Sahara: auf den Spuren des Camel Active Roadtrips.

Fés
Eingeschlossen vom Atlasgebirge und inmitten von vielen traditionellen Karavanen-Routen liegt Fés. Der Name soll auf das arabische Fas (Fés) zurückgehen, was übersetzt so viel bedeutet wie „Hacke“. Der Überlieferung nach, wurden hackeähnliche Gegenstände bei der Gründung der Stadt benutzt oder gefunden. Die über 1000 Jahre alte Stadt (die älteste Maroccos) gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte der Welt und ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Fés wird auch als das kulturelle und spirituelle Zentrum Maroccos bezeichnet.

Die meisten Touristen werden von Fés el-Bali, dem „mittelalterlichen Part“ der Stadt angezogen. Fés el-Bali ist nicht nur Heimat der ältesten Universität der Welt, es ist auch die größte autofreie Zone, weltweit. Der Rundgang durch die historische „Medina“ (Stadt auf Arabisch), einem Labyrinth von über 9.000 schmalen Gassen folgend, ist einfach atemberaubend. Wenn Man(n) je vom Klischee des geheimnisvollen Orient geträumt hat, dann erfüllt Fés el-Bali sicher alle Erwartungen.

Als Startpunkt der Besichtigung eignet sich das Bab Bojeloud – ein 1913 errichtetes Tor im maurischen Stil, am östlichen Rand der Medina. Lassen Sie sich treiben entlang der Tala ´A Seghira (deutsch: kleine Steige), einer belebten Straße mit vielen Hunderten Geschäften, bis hin zum Souk Boujloud, vorbei an unzähligen Gemüsehändlern und den faszinierenden Gerüchen marokkanischer Küche.

Entlang der Tala ´A Kebira (deutsch: große Steige) gelangen Sie bald zum Eingang der islamischen Hochschule „Medersa Bou Inania“ (Arabisch: Medersa = Schule). „Ich bin der Sammelpunkt aller Wissenschaften. Mache aus mir dein Heim und du wirst, wie du hoffst, ein einzigartiger Wissenschaftler werden“, dies ist eine der Inschriften, welche man auf den Mosaik-Kacheln der Medersa findet. Sie wurde von Sultan Abou Inane in den Jahren 1350 bis 1357 erbaut. Die Bou Inania ist ein stolzes Zeugnis des hohen Bildungsstandes in der damaligen Zeit. Die aufwändigen Fayence-Mosaike und Holzschnittarbeiten sind außerdem ein beeindruckendes Zeichen von Maroccos Kunstfertigkeit.

Ein weiterer sehr wichtiger Teil des Weltkulturerbes Fés el-Bali ist ein öffentlicher Brunnen aus dem 17. Jahrhundert, welcher auf dem Place Njjarine liegt – einem der schönsten Plätze der historischen Medina. Die unglaublich aufwändige Gestaltung des Brunnens mit „Zelije Mosaiken“, ist der Grund für die Ernennung zum Unesco Weltkulturerbe. Im ebenfalls auf dem Platz liegenden Fondouk Nejjarine (Fondouk bedeutet Hotel auf Arabisch) welches auf das 18. Jahrhundert zurückgeht, ist heutzutage das Holzkunstmuseum „Musée des Arts et Métier du Bois untergebracht.

Die Souks Attarine und Kissaria bilden den Mittelpunkt von Handwerk und Handel in der Medina. Kommen Sie vorbei an den Schmieden, welche wunderschöne Messing- und Kupferarbeiten anfertigen, den Goldschmieden, Basaren mit farbenfroh bestickten Lederkissen, Taschen und Gürteln, an den Waffenschmieden, den Teppichhändlern und Manufakturen, Stoff – und Kleiderläden, Tischlern, Drechslern, Gewürzhändlern, Fisch- und Gemüsehändlern bis zum Gerberviertel. Fremde Klänge, Düfte….hmm.. Zimt, Leder, Kaffee, betörende Früchte inmitten verwinkelter Gassen und umgeben von historischen Denkmälern vergangener Zeiten – eine Entdeckungsreise die Sie so schnell nicht vergessen werden. Atmen sie das Abenteuer in Fés.

Schweren Herzens aber gespannt auf weitere Teile unseres Roadtrips, verlassen wir das faszinierende Fés. Durch Zedern Wälder geht es bergauf über schmale Gebirgsstraßen im Atlas Gebirge. Eine beeindruckende aber sehr schroffe Szenerie. Unser Ziel ist die Berber-Stadt Erfoud. Sie liegt im Osten von Marokko am Rande der Sahara. Seit Jahrzehnten ist die Stadt bekannt für „Filala-Leder“ – Lederprodukte aller Art – von Lederkissen über Taschen und Gürtel. Erfoud ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zur Erg Chebbi oder der Straße der Kasbahs. Wir haben uns zunächst für Ersteres entschieden.

Erg Chebbi
Für jedermann der die Sahara noch nie vorher erlebt hat, ist der Ausflug zur Erg Chebbi mit Sicherheit der spannendste Teil unseres Roadtrips. Hier erwarten den Besucher, riesige Sanddünen – geformt vom Wind der Sahara. Die Dünenformationen erreichen eine Höhe von bis zu 150 Metern und ziehen sich insgesamt über eine Weite von 22 Kilometern. Die Sahara ist eine unglaublich beeindruckende Erfahrung: Dieses majestätische Meer aus Sand, die unendliche Stille der Wüste, sternenklare Nächte – die einen zu verschlucken scheinen.

Höhepunkt des Aufenthaltes in der Erg Chebbi ist die Übernachtung in echten Beduinenzelten mitten in der Stille der Dünenlandschaft. Ein schlichtes Lager aus fünf Beduinenzelten aus Kamelhaar erwartet den Abenteurer. Es kommt einem vor als würde man durch die Szenerie eines Abenteuerfilms spazieren. Farben, Formen, die Menschen….eine duftende Tajine (traditionell marokkanisches Schmorgericht) und unglaublich wohl tunender Minztee runden diesen faszinierenden Tag ab.

Bewundern Sie noch einige Zeit den Sternenhimmel – welcher in der Wüste so klar strahlt wie Sie ihn noch nie zuvor gesehen haben…und schlafen Sie erschöpft ein. Am nächsten Morgen werden Sie wissen, dass das alte marokkanische Sprichtwort die Wahrheit spricht: „Hast Du einmal einen Fuß in die Wüste gesetzt, wirst Du Sie als anderer Mann verlassen“.

Quarzazate
Quarzazate liegt auf 1160 m über dem Meer im Atlas Gebirge. Am Stadtrand von Quarzazate liegt eine beindruckende Kasbah, vielleicht die schönste des ganzen Landes: die Kasbah Taouirt. Noch heute leben Angehörige des Haouza Stammes in der prächtigen Wohnburg aus Lehm. Sie beherbergte einst den Palast des Stammesfürsten (El Haouzi). Ein Drittel des Palastgebäudes des Stammesfürsten ist heute öffentlich zugänglich – was Sie sogleich erkunden sollten. Bodenmosaike, geschnitzte Holztüren und zahlreiche Stuckarbeiten aus Lehm werden Sie begeistern.

Die Stadt und ihre Umgebung beschert dem Besucher zudem einige Déja-vu Momente. Das Gebiet rund um den Fluss Drâa, welcher im Hohen Atlas aus dem Fluss Dadès entspringt, war Kulisse vieler bekannter Filme. Der Drâa fließt in einer eindrucksvollen Schlucht Richtung Süden durch das malerische Drâa-Tal in die Sahara. Quarzazate ist bekannt als das „Hollywood von Marokko“. Die Filme „Gladiator“, „Prince of Persia“ und „Die Päbstin“ wurden teilweise hier gedreht.

Casablanca
Casablanca (oder ‘Dar el-Beïda‘ in marokkanischem Arabisch, was so viel heißt wie “Weißes Haus”) erlangte enorme Berühmtheit durch den Film „Casablanca“ mit Humprey Bogart und Ingrid Bergmann. Seit dieser Zeit ist es nicht nur die viert größte Stadt in Afrika, eine bedeutende Hafenstadt, sondern auch Ziel unzähliger Touristen, welche einmal das „Casablanca“ Feeling für sich einfangen wollen.

Die Stadt liegt südlich der Hauptstadt Rabat, direkt an der Atlantikküste. Traumhafte Strände an der Küstenstraße nach Casablanca sind eine Wohltat nach dem heißen, trockenen Klima in der Sahara. Mohammedia, eine aufstrebende Küstenstadt zwischen Casablanca und Rabat begeistert uns besonders. Ihr ursprünglicher Name „Fedala“ (arabisch für Segen), ist der perfekte Begriff was man(n) dort erleben kann:  Warme Wellen plätschern über goldfarbenen Sand…während man(n) ins Meer eintaucht.

Bald heißt es „Adieu, Wellen! Adieu, Sand! Ma´as-Salama, Marokko!
Auf Wiedersehen – ganz sicher!

Wir danken Camel Active für Ihre unbeschreiblich, lebendige Inspiration des Roadtrips durch Marokko. Wir konnten das Abenteuer spüren. Entdecken Sie die neue Frühjahr-Sommer Kollektion, passend zu Ihrem Marokko-Roadtrip – und auch sonst ideal für den urbanen Nomaden – jetzt im aktuellen HIRMER Prospekt.

Comments

comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.